Der Bauernaufstand 1573.
Zu Beginn und in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden viele europäische Länder von einer Welle von Bauernaufständen betroffen. Durch die unaufhörlichen Kriege gegen die Türken war Kroatien auf einen Bruchteil des einst ruhmreichen Königreichs reduziert worden. Die schlechte Lage der Bauern und der Missbrauch durch den Adel führten zu einem Bauernaufstand, der im Jahre 1573 ausbrach.

Zum Führer der Revolte, die in der Nacht vom 27. zum 28. Januar 1573 mit einem Angriff auf die Festung Cesargrad begann, wurde Ambroz (Matija) Gubec aus Gornja Stubica gewählt. Die Bauernerhebung verbreitete sich schnell, und der Aufstand erfasste 60 Lehnsherrschaften im Gebiet des damaligen Kroatien und Slowenien.
Nach anfänglichen Erfolgen schlug die feudale Armee den Aufstand auf dem slowenischen Gebiet und im Bereich zwischen den Flüssen Sava und Kupa schnell nieder. Einzig die Aufständischen unter Matija Gubec im kroatischen Zagorje bei Stubičke Toplice waren noch unbesiegt. Sie wurden am 9. Februar 1573 vom Heer der Adligen angegriffen, und obwohl die Bauern schlecht bewaffnet waren, leisteten sie in der Entscheidungsschlacht erbitterten Widerstand, bevor sie am Ende dennoch besiegt wurden.
Nach der Schlacht wurde Matija Gubec gefangen genommen und nach Zagreb gebracht, wo er am 15. Februar 1573 auf sehr grausame Weise auf dem Markusplatz hingerichtet wurde. Der Legende nach musste er eine glühende Krone auf dem Kopf tragen und wurde anschließend gevierteilt.



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